Wussten Sie, dass rund 40% aller Deutschen mit Darmproblemen zu kämpfen haben? Vor allem Verstopfung wird für immer mehr Menschen zu einem unangenehmen Problem, das ihr tägliches Leben beeinflusst. Dabei kann man schon mit einfachen Mitteln gegen Verstopfung vorgehen und den Darm “heilen”. Wir erklären wie Sie gegen Darmprobleme vorgehen können und wie Sie die oft schädlichen Abführmittel vermeiden können.Warum Abführmittel gegen Verstopfung helfen, aber schädlich sind:
9 Millionen Bundesbürger nehmen regelmäßig Abführmittel ein. Dies ist eine erschreckende Zahl, denn der Darm gewöhnt sich an diese Hilfsmittel und kann schon nach kurzer regelmäßiger Einnahme nicht mehr ohne. Dieses Phänomen nennt man Darmträgheit. Die Folgen sind eine Schädigung des Mineralstoffhaushaltes und ein erhöhtes Darmkrebsrisiko. Dabei ist es sehr einfach auf Abführmittel zu verzichten.
Bedenkliche und unbedenkliche Abführmittel:
Mechanische Mittel wie glycerinhaltige oder gasbildende Zäpfchen regen durch Dehnungsreize den Stuhlgang an. Diese Abführmittel sind lediglich für den kurzfristigen Gebrauch, da sie vor allem Hämoriden fördern bzw. verschlimmern.
Unbedenklich hingegen sind zuckerhaltige Mittel wie Milchzucker oder Laktulose. Auch Quellstoffe sind gut, da sie Schleim bilden und den Darm aufquellen.
Was kann man gegen Verstopfung tun?
Wenn Sie regelmäßig Abführmittel einnehmen, sollten Sie diese “ausschleichen”. Bitte konsultieren Sie aber vorher Ihren Hausarzt. Er wird Ihnen konkret helfen können. Beginnen Sie aber schon einmal damit das Abführmittel abzusetzen, indem Sie die Dosis wöchentlich halbieren. Dies wird nicht nur Ihrem Darm, sondern auch Ihrem Geldbeutel helfen.
Dies ist allerdings nur der erste Schritt. Schließlich hat etwas in Ihrer Ernährung oder Lebensweise dazu geführt, dass Sie unter Verstopfung leiden und Probleme mit Ihrem Darm auftauchten. Packen Sie diese Probleme also an der Wurzel an und unterstützden Sie Ihren Darm mit einfachen Mitteln. Steigen Sie auf ballaststoffreiche Ernährung um. Viel Obst und Gemüse, Sauerkraut bzw. Sauerkrautsaft, Pflaumen- und Birnensaft sowie getrocknete Pflaumen oder Aprikosen sind gute natürliche Verdauungshilfen. Verzichten Sie im Gegenzug auf schwer verdauliche Lebensmittel wie Weißmehlprodukte, Bananen, Kakao und rotes Fleisch. Simpel aber wirkungsvoll: Bewegen Sie sich. Jeder von uns kennt den Verdauungsspaziergang. Vor allem Bewegung an der frischen Luft hilft schon, eine halbe Stunde am Tag sollte es mindestens sein!
Trinken hilft gegen Verstopfung
Damit ist allerdings nicht Alkohol, sondern am besten warmes Wasser gemeint. Grüntee ist sehr empfehlenswert, da er viele sehr positive Nebenwirkungen hat. Morgens ein großes Glas warmes Wasser und 2 – 3 Liter den gesamten Tag über hilft mehr als Sie denken. Damit Sie das Trinken nicht vergessen, stellen Sie sich ein Glas und eine Karaffe Wasser auf Ihren Schreibtisch und versuchen Sie einmal ohne Kaffee auszukommen. Nicht nur Ihr Darm, Ihr gesamter Körper wird Ihnen danken!
Ihr Körper hat seinen eigenen Rythmus
Zwingen Sie sich nicht zur Darmentleerung. Stuhlgang 2 -3 mal wöchtenlich kann zu Beginn völlig normal sein. Hören Sie auf Ihren Darm und unterstützen Sie Ihre Verdauung mit regelmäßigen Essenszeiten.
Sollte sich kurzfristig keine Besserung einstellen, sollten Sie definitiv einen Arzt besuchen. Auch wenn Ihnen der Besuch unangenehm scheint. Er wird Ihnen helfen, sodass Sie vor allem langfristig einen gesunden Darm haben werden. Langfristige Einnahme von Abführmitteln schadet mehr als dass es hilft. Wenn Sie mit Hausmitteln gegen Verstopfung vorgehen möchten, finden Sie hier einige Tipps dazu!